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6. Thematisches Treffen am 19.6.2010 Thematisches-Treffen@yahoogroups.de

Wiki: http://de.thematisches-treffen.wikia.com/wiki/Hauptseite Referat: Thomas

Wann ist ein Mann ein Mann?

Annährungen

Was ist mit der Frage überhaupt gemeint?

  1. Wie wird aus einem Kind/einem Jungen ein Mann?
  2. Welche Eigenschaften/Dinge zeichnen einen Menschen/ einen Mann als Mann aus?
  3. Was muss ein Mann tun, um ein Mann zu bleiben/ zu sein?

Meine These: Alle drei Fragestellungen haben mit Frage eins zu tun!

Wie wird aus einem Kind ein Mann?

Identitätsentwicklung geschieht in 4 Etappen:

  1. Entfremdung von der eigenen Innenwelt
    Gendering: Entwicklung einer sozial konstruierten Geschlechtsidentität
    Jungen fehlinterpretieren geschlechtsspez. Arbeitsteilungen/ Hierarchien/ Interaktionsformen als naturgegeben und unveränderlich, Beispiel: Chef – Sekretärin
    Mangelnde Spiegelung von Gefühlen: "Schwache Gefühle" werden nicht gespiegelt
    Zwang zur Umweg-Identifikation: Jungen erkennen sich als "Mann". Da Väter und männliche Erzieher nicht vorhanden, Trugschluss: Frau=Nicht-Mann="einfühlsam, geschwätzig, zeigt Gefühle"; ICH= Mann=Nicht-Nicht-Mann; ICH=Nicht-Frau
  2. Männliche Außenorientierung (Externalisierung)
    Weil Zugang zur Innenwelt, zu den eigenen Gefühlen fehlt,orientiert sich der Junge nach Außen -> Externalisierung
  3. Dogmatismus und Hilflosigkeit
    Hang zur Abstraktion und abhängig von Anleitungen von Außen, da keine Impulse und Gefühle von Innen wahrnehmbar sind; --> Hilflosigkeit, die im Widerspruch zum männl. Ideal ist.
  1. Hassliebe gegenüber Frauen und männliche Depression
    Frau verkörpert die Emotionalität, die dem Mann fehlt, daher starke emotionale Abhängigkeit von der Partnerin oder Hassliebe: "Die Weiber! - Aber meine ist ganz anders!"
    Männliche Depression: Nach Außen funktioniert alles – aber innerlich herrscht Leere und Hilflosigkeit

"Identitätslüge": Die traditionelle Männliche Identität beruht auf einer Abwehr von als weiblich erachteten Gefühlen und Bedürfnissen.

Welche "Eigenschaften" zeichnen einen Mann aus?

"Externalisierungsstrategien": Männer tendieren dazu, Probleme nach Außen zu wenden, weil sie nie lernen durften, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Innenleben keine Gefahr, sondern ein Gewinn ist.


Schweigen und Alleinsein

-Wer schweigt und geht, ist fundamental allein

-Distanzierung von allen Handlungen und Gefühlen, die mit Schwächegefühl zu tun haben

Humor

-Verbindung von Innen und Außen

Selbstdarstellung

-Viel reden, um sich in Szene zu setzen und vom Innen abzulenken.

-Externalattribution bei Misserfolg: "Es liegt nicht an mir: Die anderen sind Schuld!"

Selbstbehauptung
Rationalität

-Systeme und Regeln geben Halt und Sicherheit – gegen Ohnmachtsgefühl

-Schmerz, Trauer, Hilflosigkeit werden so lange rational "heruntergeredet", bis sie nicht mehr erkennbar sind.

Rationalität
Handlungsorientierung

-Side-by-Side-Aktivitäten haben Vorrang

-Fällt leichter als 4-Augen-Beziehungsgespräch

Handlungsorientierung
Ergebnis- statt Prozessorientierung

-"Entscheidend ist, was hinten rauskommt"

Ergebnis- statt Prozessorientierung
Konkurrenz- und Leistungsdruck

-"Ich oder Du" – Spiel lenkt von Schwächegefühlen ab

-Gefahr: Wenn ein Ziel nicht erreicht werden kann, steigt Ohnmachtsgefühl

Gewalt

-Männliche Gewalt ist externale Reaktion auf eigene Ärgergefühle

-Gewalt gegen Männer viel häufiger als Gewalt gegen Frauen: prügelnde Väter, mobbende Mitschüler, aggressive Sportler

Zentrale Aufgabe für jeden Mann: Ausbalancierung von Gefühlsbedürftigkeit und Gefühlsabwehr.

Meine Forderungen

Wir brauchen mehr Väter, die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern!

Wir brauchen Männer als Vorbilder, die auch mit ihren Schwächen umgehen können!

Eine Männerquote für erzieherische Berufe!

Frauen, die aufhören, in "kleinen" Dingen für ihre Männer zu entscheiden!

Frauen und Männer, für die berufliche Leistung keine Ausrede für ein zerrüttetes Familienleben mehr sein darf!

Literatur

Süfke, Björn. Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer. 4. Aufl. Patmos Verlag, 2008.

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